
Zum vierten Lauf des internationalen Mitropa Rally Cups startete das straubinger Rallyeteam Albrecht in Slowenien bei der dortigen 23. Rally Velenje. Neben Stammfahrer Dominik Fischer vom MSC Hohenwarth half dieses mal Sophia Paul aus Landshut als Beifahrerin aus. Bei der relativ kompakten Rallye waren innerhalb von zwei Tagen 90 Kilometer auf Bestzeit und gesamt 220 Kilometer zu absolvieren. Trotzdem fehlte es ihr nicht an Anspruch. Nur 46 von 68 Startern erreichten das Ziel.
(C) Matej Sevcnikar, Velenje
Da Fischer und Paul das erste mal zusammen im Cockpit unterwegs waren benötigten Sie die ersten Kilometer um sich aufeinander abzustimmen. Doch schon bald konnten das Team schnelle Zeiten fahren. Da die Strecken nach einsetzendem Regen sehr schnell rutschig wurden geschah es, dass der Skoda Fabia in einer schnelle Rechtskurve in die Wiese rutschte. Da sich Erde zwischen Felge und Bremse verklemmte musste Fischer bis zum Ende der Sonderprüfung seine Geschwindigkeit mindern. Nach der Hälfte der Rallye arbeiteten sich das Team bis auf den 24. Gesamtrang vor. Bei der letzten Prüfung am ersten Tag versagten Fischer jedoch plötzlich die Bremsen und nur mit viel Glück und einer richtigen Reaktion konnte er den Skoda vor dem Graben retten. Als die Bremsen anschließend wieder funktionierten nahm das Team wieder fahrt auf, doch dann versagten die Bremsen erneut und erneut konnte Fischer gerade noch einen Abflug vermeiden. Grund genug um nur noch langsamst ins Ziel zu rollen.
Am nächsten Tag fand man ein mögliches Problem an einer Schlauchschelle am Bremskraftverstärker. Um auf Nummer sicher zu gehen setzte das Team die Fahrt erstmal relativ langsam fort mit mehreren Testbremsungen vor jeder Kurve. Erst zum Ende der Rallye, als keine Probleme mehr auftraten, nahm man wieder Fahrt auf und konnte trotzdem noch den 25. Gesamtrang halten. Außerdem schaffte es das Team auf den 2. Platz in seiner Klasse und den 11. Platz im Mitropa Cup Klassement. “Es ärgert uns zwar, dass wir durch die Probleme ungefähr eine Minute verloren haben, jedoch können wir froh sein, dass wir überhaupt im Ziel sind. Es macht keinen Spaß mit 120 auf eine Kurve zu zufahren und keine Bremsen mehr zu haben. Da sind die drei Plätze nicht so schlimm, die wir dadurch verloren haben”, kommentierte Fischer das Ergebnis.
Im August startet das Rallyeteam zur Rally Alpi Orientali in Udine. Dieses mal hoffentlich bei Sonnenschein.